Aus 1 mach X

Sep. 14, 2017

Maximale Effizienz durch sinnvolle(!) Mehrfachverwendung deines Contents. Content Creation is pain – einfach, weil es so viel Arbeit ist. Um deine knappe Zeit maximal effizient einzusetzen, gibt es jedoch ein Zauberwort: „Mehrfachverwendung“.

 

Das Erstellen von Content macht zu Beginn ordentlich Spaß. Doch irgendwann wird es schwer, neue hochwertige Inhalte zu finden, die deine Zielgruppe interessieren. Und noch viel schwerer wird es, wenn du gleich mehrere soziale Netzwerke damit bespielen willst. Überall neue einzigartige Inhalte schaffen ist unmöglich. Hast recht – ist aber auch egal, denn oft reicht ein einziges Contentpiece als Basis, um deinen Content zu diversifizieren und gleichzeitig für jedes Social Network passende Inhalte zu zaubern.

 

Content mehrfach verwenden – so bitte nicht!

 

Die endlosen Diskussionen um duplicate content im Rahmen von SEO-Kampagnen kennst du sicher. Sind nun Content und Social Media Marketing die Kanäle deiner Wahl, gilt auch hier: Kopiere niemanden. Nicht einmal dich selbst!

 

Warum? Deine Inhalte streust du (hoffentlich!) über Social Media (wenn nicht, solltest du noch heute damit anfangen!). Aber dabei kopierst du einfach die Beiträge von einem zum nächsten Netzwerk? Bitte nicht:

 

 

  • Du postest überall dieselben Inhalte – WARUM SOLLTE MAN DIR AUF MEHREREN NETZWERKEN FOLGEN?
  • Du postest überall dieselben Inhalte – ohne auch nur ansatzweise zu berücksichtigen, dass MANCHE FORMATE AUF MANCHEN NETZWERKEN ÜBERHAUPT KEINEN SINN machen.
  • Du postest überall dieselben Inhalte – vielleicht sogar als automatisierten Crosspost und damit KOMPLETT UNPERSÖNLICH. Keine Spur von SOCIAL Media. DU BIST NICHTS WEITER ALS EIN BOT.

 

 

Um es auf den Punkt zu bringen: All das hat mit echter Content Creation für Social Media oder Content Marketing im Allgemeinen nichts zu tun.

 

Während bei SEO die jeweilige Suchmaschine (in den meisten Fällen Google) diejenige ist, die dich platt macht, sind es bei kopierten Beiträgen über alle sozialen Netzwerke hinweg, die Menschen, die dich bald nicht mehr leiden können.

 

Und das ist ganz übel, denn: MENSCHEN sind die ZIELGRUPPE deiner Inhalte. Deine Zielgruppe sind deine potenziellen KUNDEN. Ohne Kunden kein BUSINESS. Ganz einfach.

 

Die richtigen Inhalte für das richtige Netzwerk

 

Einfach kopieren funktioniert nicht, soweit sind wir schon mal. Trotzdem willst du deinen Content so breit wie möglich über alle Netzwerke streuen. Wir fangen also wieder bei der Basis an. Frag dich:

 

Wie kannst du bereits produzierten Content mehrfach verwenden, ohne einfach zu kopieren, gleichzeitig den Mehrwert zu wahren und die perfekten Formate für die wichtigsten sozialen Netzwerke schaffen?

 

Gleich zeigt sich, warum beim Thema Mehrfachverwendung von Content, Social Media eine so wichtige Rolle spielt, denn: Schauen wir uns an, welche Formate und Contentarten in den Netzwerken am besten funktionieren, checkst du schnell, in welche Richtung du denken musst:

 

Facebook

Gut: Linkbeiträge, Bilder, Videos

Schlecht: Infografiken (aufgrund des Formats)

 

Instagram

Gut: Bilder & Videos (rechteckig oder quadratisch)

Schlecht: Linkbeiträge (in Instagram-Posts sind keine Links möglich)

 

Twitter

Gut: Kurze Linkbeiträge, Rechteckige Bilder

Schlecht: Beiträge, deren Kern nicht in 140 Zeichen untergebracht werden können.

 

Pinterest

Gut: Produktbilder, Infografiken mit vielen Informationen

Schlecht: Alles, was nicht „Bild“ allein ist.

 

LinkedIn & Xing

Gut: Linkbeiträge, beispielsweise zu deinem Blog

Schlecht: Bilder, Videos

 

Google+

Äh, was? Google+ braucht kein Mensch. Willst du es dennoch nutzen (weil SEO oder so), darfst du von Facebook kopieren. Aber auch nur hier!

 

Step-by-step: Aus einem Contentpiece 6 verschiedene Contentpieces machen (und möglichst wenig dafür tun)

 

Die Liste oben zeigt dir: Nicht überall sind dieselben Formate möglich oder angebracht. Und selbst wenn, musst du mindestens den Beitragstext anpassen. Heißt also, du musst deine Inhalte IMMER an das jeweilige Netzwerk anpassen – aber: DU MUSST DEINEN AUFWAND MÖGLICHST GERING HALTEN, um effizient zu bleiben.

 

Immer noch nicht ganz klar? Spielen wir es an einem konkreten Beispiel durch. Hier siehst du, wie du aus 1 BLOGARTIKEL DIREKT 5(!) WEITERE CONTENTPIECES kreierst, ohne deinen Aufwand all zu hoch zu schrauben und gleichzeitig alle relevanten Netzwerke mit dem „richtigen“ Content zu füllen:

 

Schritt #1: Schreibe deinen Artikel.

 

Schritt #2: Poste den Artikel bei Facebook – passe deinen Beitragstext an dein Publikum an.

 

Schritt #2.1: Poste den Artikel bei Xing– passe deinen Beitragstext an dein Publikum an.

 

Schritt #2.2: Poste den Artikel bei LinkedIn – passe deinen Beitragstext an dein Publikum an.

Schritt #2.3: Poste den Artikel bei Twitter – halte deinen Tweet maximal kurz. Wenn deine Headline knackig und griffig ist, reicht sie oft schon aus.

 

Schritt #2.4: Kopiere deinen Facebook Beitrag und übernehme ihn 1:1 bei Google+ (interessiert sowieso niemanden).

 

Schritt #3: Erstelle eine Infografik aus den Fakten deines Blogartikels – du hast keinen Designer oder er ist dir zu teuer? Schau dir https://infogr.am/, https://piktochart.com/, https://www.easel.ly/ oder http://visual.ly/ an und baue sie einfach selbst.

 

Schritt #3.1: Platziere die Infografik auch in deinem Blogartikel.

 

Schritt #3.2: Poste die Infografik direkt bei Pinterest und verlinke auf deinen Blogartikel dazu.

 

Schritt #4: Suche dir ein knackiges Statement aus deinem Artikel heraus und baue daraus ein quadratisches Creative – du hast keinen Designer? Schau dir http://canva.com an und mach was draus.

 

Schritt #4.1: Poste dein Creative bei Instagram.

 

Damit hast du schon mal 3 verschiedene Contentpieces, die du für deine Beiträge bei Facebook, Xing, LinkedIn, Twitter, Google+, Pinterest und Instagram einsetzen kannst. Damit sind wir aber noch lange nicht am Ende. Denn natürlich kannst du aus deinem Blogartikel noch viel mehr machen:

 

Schritt #5: Erstelle eine Slideshow – und poste Sie bei Slideshare. Vor allem für den B2B-Bereich ein wichtiger Kanal.

 

Schritt #6: Diese Slideshow kannst du zusätzlich abfilmen und erklären/kommentieren – nutze das Video für YouTube und Facebook (für Lesefaule, die den verlinkten Artikel nicht gelesen haben)

 

Schritt #7: Nutzen die Inhalte für eine Audioaufnahme – und beginne so deinen eigenen Podcast.

 

Und du so: Whuaaat?

 

Klar, Arbeit ist das immer noch, aber, wenn du dir vorher überlegst, wie deine Inhalte aussehen müssen, um Sie direkt so zu konzipieren, dass die Mehrfachverwendung in anderen Contentformen und damit in weiteren sozialen Netzwerken problemlos möglich ist, sparst du dir Stunden, Wochen und Monate an Arbeit.

 

Und weil’s so schön ist, blicken wir noch einmal darauf zurück, was wir mit einem einzigen Blogartikel gerissen haben:

 

 

  • Aus 1 BLOGARTIKEL haben wir insgesamt 6 CONTENTPIECES erschaffen!
  • Mit insgesamt 6 CONTENTPIECES bespielen wir problemlos 9 SOCIAL MEDIA PLATTFORMEN!

 

 

Effizienz at it’s best. Mit Inhalten, die dein Content Marketing perfekt abrunden und gleichzeitig zu vielen weiteren Social Media Netzwerken passen, um deine Fans und Follower auch dort zum Interagieren zu bewegen. Und das ist wichtig, denn: Interaktion mit deinen Inhalten ist der erste Schritt in deinem Sales Funnel.

Keyvan Haghighat Mehr

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